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Der psychotherapeutische Ansatz - eine Führungsfalle?

7. Juli 2006

Vor einiger Zeit berichtete ein Vorstand von einer kontinuierlichen Regression einer Organisationseinheit innerhalb seines Unternehmens. Vor anderthalb Jahren war der damalige Leiter der OE in den Ruhestand gegangen, er hinterließ eine gut strukturierte und erfolgreich arbeitende Abteilung. Sein Nachfolger wurde besonders wegen seiner angeblich sozialen Kompetenz, die man auch an seiner psychotherapeutischen Zusatzqualifikation festmachte, auf diese Position befördert. Innerhalb weniger Monate entstand eine chaotische Führungsstruktur, Misstrauen unter den Angestellten breitete sich aus, Zusagen wurden gebrochen, der Leiter der OE galt als unverbindlich und unzuverlässig.
Ähnlich äußerte sich ein führendes Mitglied des Rates der evangelischen Kirche, das den Profilverlust der EKD unter anderem an der Überbewertung psychotherapeutischer Einflüsse in der Ausbildung und Berufspraxis von Pastoren und Pastorinnen, insbesondere auf Leitungsebene, festmacht. Lesen Sie weiter

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