Morgen ist ein neuer Tag
23. September 2008
Schließe jeden Tag ganz und völlig ab. Du hast getan, was du konntest. Wahrscheinlich hat es nicht an Missgriffen und Dummheiten gefehlt: vergiss sie so schnell als möglich. Morgen ist ein neuer Tag, fange ihn heiter an und mit freiem, durch die alte Torheit nicht bedrücktem Geist. Das Heute ist gut und wertvoll: zu Lesen Sie weiter
Weltweiter Trend zur Abschaffung der Todesstrafe
12. September 2008
Die deutsche Bundesregierung setzte sich nach eigenen Angaben während ihrer EU-Ratspräsidentschaft vom 1. Juli bis 31. Dezember 2007 konsequent für die Umsetzung der EU-Leitlinien gegen die Todesstrafe ein.Deutschland habe mit dem “Aktionsplan Todesstrafe” die Grundlage für eine Resolution gegen die Todesstrafe in der Generalversammlung der Vereinten Nationen gelegt, heit es im 8. Bericht der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik in den auswärtigen Beziehungen und in anderen Politikbereichen (16/10037). Es gebe einen weltweiten Trend zur Abschaffung der Todesstrafe. “Nach Ansicht der Bundesregierung und ihrer EU-Partner ist die Todesstrafe weder ethisch noch rechtspolitisch zu rechtfertigen”, so der Regierungsbericht. Sie habe keine abschreckende Wirkung und versage daher als Mittel der Verbrechensbekämpfung. Zudem könnten dann Justizirrtümer nicht mehr korrigiert werden. In der Bundesrepublik Deutschland ist die Todesstrafe nach Artikel 102 des Grundgesetzes von 1949 abgeschafft.
Unter Berufung auf eine weltweite Statistik von amnesty international (ai) teilte die Bundesregierung mit, dass 2006 mindestens 1.591 Menschen in 25 Staaten hingerichtet und 3.861 Menschen in 55 Ländern zum Tode verurteilt worden seien. Immer mehr Staaten würden völkerrechtlich verbindliche Verträge gegen die Todesstrafe unterzeichnen. 64 Staaten hätten inzwischen das “2. Fakultativprotokoll zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte zur Abschaffung der Todesstrafe” ratifiziert. Kirgisistan, die Philippinen, Ruanda und Usbekistan sowie der US-Bundesstaat New Jersey haben die Todesstrafe abgeschafft.
Zu den Ländern, in denen nach wie vor die Todesstrafe vollstreckt wird, gehört der Iran, dem die Bundesregierung eine verschlechterte Menschenrechtslage bescheinigt. 2007 seien nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen dort über 300 Menschen hingerichtet worden. Oft würden die Todesurteile öffentlich vollstreckt. So könne auch der Abfall vom Islam mit dem Tode bestraft werden. Zur Lage in Afghanistan heit es, “die von weiten Teilen der Bevölkerung unterstützte Forderung konservativer Kräfte nach dem Schutz der Religion – bis zur Todesstrafe bei Gottes- beziehungsweise Prophetenlästerung – kollidiert mit den Grundrechten Meinungs-, Presse-, Medien- und Religionsfreiheit”.
(APD)
Staatliche Erziehung zum neuen Gender-Menschen
25. November 2007
Welche Erziehungsziele hat der Staat?
Bei der Diskussion um staatliche Kindererziehung, die mit der Krippe beginnen soll, wird die „Professionalität“ der Betreuerinnen stillschweigend als Garant für eine rechte Kindererziehung gesehen. Aber was sind eigentlich die Ziele der staatlichen Erziehung in Krippen und Kindergärten? Es gibt keine „neutrale“ Erziehung, deren Güte am Grad der Qualifikation der Erzieher/innen zu messen wäre. Auch die Ausbildung der Erzieher/innen beruht auf Wertentscheidungen. Wir leben in einer post-christlichen, säkularen Kultur, die sich zunehmend mit heidnischer Spiritualität füllt. Im staatlichen Bildungssystem darf christlicher Glaube nicht mehr vermittelt werden. Vermittelt werden sollen „Werte“. Aber welche Werte?
Gender Mainstreaming: Leitlinie der Politik
Auf der Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung heißt es: „Gleichstellungspolitik mittels der politischen Strategie des Gender Mainstreaming hat die Bundesregierung als durchgängiges Leitprinzip und Querschnittsaufgabe festgelegt. Damit reiht sich die Bundesregierung in die weltweiten Aktivitäten zur wirkungsvolleren Durchsetzung von Gleichstellungspolitik ein.“ www.bmbf.de/de/532.php
Federführend für die Umgestaltung der Gesellschaft nach den Prinzipien des Gender Mainstreaming ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Schaut man sich auf der Homepage des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend um unter den Begriffen „Gleichstellung“, „Gender Mainstreaming“, „GenderkompetenzZentrum“, um herauszufinden, was eigentlich Ziel der Familienministerin ist, so entdeckt man unter scheinbar leeren Phrasen des Rätsels Lösung: Die Geschlechtsdifferenzierung von Mann und Frau und die Heterosexualität als Norm soll aufgehoben werden. Dazu wurde der Begriff „Gender“ erfunden. Diese neue Ideologie wird durch virtuose Beherrschung des politischen Apparats in gesellschaftliche Wirklichkeit verwandelt. Dies gelingt durch Unterlaufen der demokratischen Strukturen ohne jede öffentliche Debatte. Schaltstelle ist die „Interministerielle Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming (IMA GM), die dem Bundesfamilienministerium untersteht. Dort werden die Strategien erarbeitet, wie über „Gesetzesfolgenabschätzung“ und „Implementierung in die Arbeit der Bundesregierung“, durch „Gender Budgeting“, das heißt die Umlenkung der Staatsfinanzen, in Zusammenarbeit mit dem vom Familienministerium finanzierten „GenderkompetenzZentrum“ der geschlechtsvariable Mensch geschaffen wird.
Staatliche Anleitung zur Sexualisierung von Kleinkindern
Wie wird das Gender Mainstreaming konkret in Kindererziehung umgesetzt? Aufschluss geben die Schriften der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ (BZgA). Der Bereich Sexualaufklärung untersteht dem Familienministerium, der Rest dem Gesundheitsministerium. Die BZgA verteilt Aufklärungsschriften und Ratgeber millionenfach kostenlos im ganzen Land (über die Homepage mühelos zu bestellen). Der „Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualerziehung vom 1. bis zum 3. Lebensjahr“ (Bestellnummer 13660100) ist eine detaillierte Anweisung zur Sexualisierung von Kleinkindern. Mütter und Väter zögern nämlich noch „von sich aus das Kind anzuregen, und äußern die Sorge, es könne ‚verdorben’ oder zu früh ‚aufgeklärt’ werden … Nach allem, was an Untersuchungen vorliegt, kann diese Sorge als überflüssig zurückgewiesen werden.“ „Das Notwendige [soll] mit dem Angenehmen verbunden [werden]“, „indem das Kind beim Saubermachen gekitzelt, gestreichelt, liebkost, an den verschiedensten Stellen geküsst wird.“ (S. 16) „Scheide und vor allem Klitoris erfahren kaum Beachtung durch Benennung und zärtliche Berührung (weder seitens des Vaters noch der Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln.“ (S. 27) Kindliche Erkundungen der Genitalien Erwachsener können „manchmal Erregungsgefühle bei den Erwachsenen auslösen.“ (S. 27) „Es ist ein Zeichen der gesunden Entwicklung Ihres Kindes, wenn es die Möglichkeit, sich selbst Lust und Befriedigung zu verschaffen, ausgiebig nutzt.“ (S. 25) Wenn Mädchen (1 – 3 Jahre!) dabei eher Gegenstände zur Hilfe nehmen, dann soll man das nicht „als Vorwand benutzen, um die Masturbation zu verhindern.“ (25) Der Ratgeber fände es „erfreulich, wenn auch Väter, Großmütter, Onkel oder Kinderfrauen einen Blick in diese Informationsschrift werfen würden und sich anregen ließen – fühlen Sie sich bitte alle angesprochen!“ (S. 13)
Im „Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualentwicklung vom 4. – 6. Lebensjahr“ (Bestell-Nr. 13660200) werden die Eltern darüber aufgeklärt, dass „Genitalspiele in diesem Alter Zeichen einer gut verlaufenden psychosexuellen Entwicklung sind“, dass Selbstbefriedigung unterstützt werden soll (S. 21) und alle anderen Formen von sexuellen Spielen, etwa „die Imitation des Geschlechtsaktes“ und „der Wunsch nach Rückzug in Heimlichkeit“.
Weiter geht’s im (Pflicht?)Kindergarten. Hier ein paar Kostproben aus dem Lieder- und Notenheft „Nase, Bauch und Po“ (Bestell-Nr. 13702000):
Wenn ich meinen Körper anschau und berühr, endeck ich immer mal, was alles an mir eigen ist …wir haben eine Scheide, denn wir sind ja Mädchen. Sie ist hier unterm Bauch, zwischen meinen Beinen. Sie ist nicht nur zum Pullern da, und wenn ich sie berühr, ja ja, dann kribbelt sie ganz fein.
„Nein“ kannst du sagen, „Ja“ kannst du sagen, „Halt“ kannst du sagen, Oder „Noch mal genau so“, „Das mag ich nicht“, „Das gefällt mir gut.“ „Oho, mach weiter so.“
Verhütungsunterricht
Vom Kindergarten in die Schule, nach Wunsch des Staates in die Ganztagsschule. Wenn die Pornographie noch nicht zu Hause zur Familienunterhaltung gehört hat, dann zeigen sich die Kinder entsprechende Videoclips auf dem Handy. Mit 9 Jahren beginnt der Verhütungsunterricht, genannt Sexualkunde, weil sie nun ins Alter kommen, wo die niedlichen Kinderspiele eine höchst unerwünschte Folge haben können: Schwangerschaft. Wie in Ingolstadt geschehen, fährt man die lieben Kinder in Bussen zu Aufklärungsveranstaltungen, wo sie üben, Kondome über Plastikpenisse zu ziehen, um sich so für den „Kondomführerschein“ zu qualifizieren.
Homosexualisierung im Unterricht
Ab zehn Jahren setzen in den Schulen die Werbungs- und Schulungsmaßnahmen zur Homosexualität (lesbisch, schwul, bi und trans) ein, noch nicht überall so krass wie in Berlin, Hamburg und München, aber mit einheitlicher Ausrichtung. Eine „Handreichung für weiterführende Schulen“ des Senats von Berlin zum Thema „Lesbische und schwule Lebensweisen“ ist eine ausgefeilte Anleitung zur Homosexualisierung der Schüler, auszuführen in „Biologie, Deutsch, Englisch, Ethik, Geschichte/Sozialkunde, Latein, Psychologie“. Infomaterial, Vernetzung mit der örtlichen Homoszene, Einladung an Vertreter/innen von Lesben und Schwulenprojekten in den Unterricht, Filmveranstaltungen und Studientage zum Thema sollen angeboten und durchgeführt werden. Im Unterricht sollen Rollenspiele stattfinden, etwa:
Du sitzt an der Theke einer Schwulenbar und könntest heute eigentlich einen hübschen Mann in deinem Bett gebrauchen. Ein Neuer betritt den Raum, den du eigentlich ganz schnucklig findest. Wie ergreifst du deine Chance?
Du bist Peter, 29 Jahre. Du willst mit deinem Freund Kemal eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen. Heute wollt ihr es seiner Mutter erzählen.
Du bist Evelyn Meier, 19 Jahre. Du willst mit deiner Freundin Katrin eine Eingetragene Lebenspartnerschaft schließen. Heute geht ihr zu der evangelischen Pfarrerin, Frau Schulz, weil ihr gerne auch kirchlich heiraten wollt.
Kein Schutz der Verfassungsrechte durch die Gerichte
Ist die Anleitung von Eltern und Erziehern zur sexuellen Stimulation von Kindern durch Schriften der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung verfassungskonform? Ist die Verführung der Kinder und Jugendlichen innerhalb des Schulunterrichts zur Homosexualität und Bisexualität und Transsexualität gesetzeskonform? Was hier geschieht, hat mit Freiheit, Toleranz und Antidiskriminierung gar nichts zu tun, sondern es handelt sich um staatlich organisierte sexuelle Verführung von Kindern und Jugendlichen. Moral und Ethik nicht nur des Christentum, sondern aller Religionen, schützen den Menschen davor, sich der eigenen Triebhaftigkeit zu unterwerfen, weil dies den Menschen, die Familie und die Gesellschaft zerstört.
Weg in den Totalitarismus
Sind die sechzig Prozent Taufscheinchristen mit der Zwangssexualisierung durch Staat und Medien einverstanden? Sind es die Kirchen? Sind es die Muslime? Ist es denn die Mehrheit der Eltern ohne religiöse Bindung? Gewiss nicht, aber das große Schweigen liegt über dem Land – Merkmal eines prä-totalitären Zustandes der Gesellschaft.
Das ist so schwer zu erkennen, weil die Diktatoren keine Kontur haben. Lauter kleine und größere Rädchen, die aber durch einen einheitlichen Willen geeint sind. In dieser Phase der Vorbereitung des Totalitarismus geht es nicht um die Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen, sondern um das Gewähren grenzenloser Triebbefriedigung als Vehikel zu einem politischen Ziel. Diesen breiten Weg in die Diktatur hat Platon in „Der Staat“ beschrieben. Ein moralisch verwahrloster Mensch kann vom Staat, der ihn dazu verführt, später zu allem gebraucht und missbraucht werden. Er hat keine Kraft und kein Interesse, etwas anderes zu verteidigen, als die Möglichkeiten seiner eigenen Befriedigung.
Gender Mainstreaming ist die Strategie der UN, der EU und der Einzelstaaten, Deutschland an vorderster Front. Die Bevölkerung weiß nichts davon, nicht einmal die intellektuelle Elite akademisch gebildeter Zeitungsleser. In den Medien hört man nur das Herrjemine über die Folgen: Die Leistungen der Kinder fallen ab, sie werden lernresistent, ständiger Krawall im Klassenzimmer und auf dem Pausenhof, Gewalt unter Schülern, Gewalt gegen Lehrer, sexuelle Gewalt unter Minderjährigen. Ach ja, und die Geburtenrate …
Weil Gender Mainstreaming die globale Agenda mit oberster Priorität ist, kann das Problem des Familienzusammenbruchs und der sinkenden Geburtenrate nicht gelöst werden. Es soll offenbar nicht gelöst werden. Fragt sich nur, wer hier eigentlich die Musik spielt, nach der die Politiker tanzen. Die gewollte moralische Verwahrlosung des Volkes ist die Wurzel des Übels. Deswegen ist die einzige Lösung die Umkehr, die Umkehr zu Gott, die Umkehr zu den Geboten Gottes.
Aus: Gabriele Kuby, Verstaatlichung der Erziehung - Auf dem Weg zum neuen Gender-Menschen
fe-medienverlag, 64 Seiten, 2,95 €, 10 St. 25,00 €, ISBN 978-3-939684-09-1
Kritik von Ockenfels: “Das hohe C der CDU verblasst”
18. November 2007
Wolfgang Ockenfels, Professor für christliche Gesellschaftslehre in Trier, hat sich kritisch mit dem neuen Grundsatzprogramm der CDU auseinander gesetzt. Sein Fazit: Der Programmentwurf trägt einen Grundwiderspruch in sich – nämlich das “Auseinanderklaffen” von festgeschriebenen Werten und gesetzlich verankerten Rechten. Dieser Gegensatz trete besonders bei der Frage nach dem Schutz ungeborenen Lebens hervor, so Ockenfels in einem Kommentar für die Tageszeitung “Die Welt”.
In seiner Rede vor der Jahresversammlung der “Christdemokraten für das Leben” (CDL) in Königstein warnte Ockenfels seine Zuhörer vor einer Aushöhlung des christlichen Grundkonsenses der Partei. “Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland finden sich zahlreiche Anklänge an das christliche Menschen- und Gesellschaftsbild”, so Ockenfels zu Beginn seiner Ansprache. Der Professor ist sich sicher, ohne die Gründung der “Parteien der Christlichen Demokratie” sei diese Entwicklung nicht zu erklären.
Es sei jedoch auffällig, dass der christlich-demokratische Unionsgedanke die Programmatik in den Anfangsjahren weit stärker bestimmt habe als heute. In den 50er Jahren sei der rechtliche Lebensschutz von ungeborenen Kindern, von alten und behinderten Menschen eine “reine Selbstverständlichkeit” gewesen, so Ockenfels.
“Deutliche Tendenz zum Relativismus”
Im Entwurf des neuen CDU-Grundsatzprogramms zeichne sich jedoch eine deutliche Tendenz zum Relativismus ab. Der Professor befürchtet sogar “eine völlige Verwischung dessen”, was die Partei “ursprünglich unter ihrem ‘C’ verstanden hatte”.
Er habe sich ein deutlicheres Bekenntnis zu den Zehn Geboten gewünscht, so Ockenfels. Aus dem christlichen Glauben lasse sich zwar kein politisches Programm ableiten, doch schon die “allgemeine Vernunft” lege die Beachtung der biblisch bezeugten Regeln nahe.
Stattdessen hätten die Verfasser das “christliche Bild vom Menschen” in den Vordergrund des Programms gestellt. Dies sei grundsätzlich legitim, doch das gezeichnete Menschenbild wirke wie ein “Konstrukt”, so Ockenfels. Der Programmentwurf bringe es fertig, “Jesus Christus mit keinem Wort, Gott aber mehrmals zu erwähnen, was für eine C-Partei schon merkwürdig anmutet. Denn man wüsste doch gern, welches Gottesbild eigentlich hinter dem Menschenbild steht, wenn der Mensch Gottes Ebenbild sein soll”.
Menschenwürde lediglich “Wert- und Orientierungskategorie”
Grundsätzlich befürworte die CDU den Schutz ungeborenen Lebens, das Elternrecht und die Familienförderung. Sobald jedoch “rechtliche Definitionen und Abgrenzungen” erarbeitet werden müssten, ziehe sich die Union zurück. Dieser Widerspruch zeichne sich auch in dem neuen Grundsatzprogramm ab. Als Beispiel nannte Ockenfels die politische Diskussion um Abtreibung. In dem Entwurf heißt es dazu: „Die Würde des Menschen ist auch für die Bewertung bioethischer Herausforderungen Ausgangs- und Orientierungspunkt. … Das noch nicht geborene Leben bedarf unseres besonderen Schutzes. Mit den viel zu hohen Abtreibungszahlen finden wir uns nicht ab.”
Auf den ersten Blick trete die CDU mit diesen Formulierungen für den Schutz ungeborenen Lebens ein. Tatsächlich erscheine die Würde des Menschen hier aber lediglich als “Wert- und Orientierungskategorie. Von einem daraus folgenden, staatlich garantierten Rechtsanspruch der Ungeborenen ist keine Rede”, so Ockenfels. In dem Entwurf heißt es weiter: „Jeder muss die Chance auf ein selbst bestimmtes Leben haben.” Doch welchem Recht gebührt im Fall einer geplanten Abtreibung Vorrang, fragt Ockenfels. Dem Erwachsenen oder einem ungeborenen Kind? Auch auf diese Frage gebe der Entwurf keine Antwort.
CDL ist eine Lebensrechtsinitiative innerhalb der CDU/CSU und Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL).
Quelle: pro
Gerechtigkeit durch Ethik und Moral
11. November 2007
Wenn uns kein ethisches und moralisches Verständnis leitet, so neigen wir dazu, in unserem Handeln nur unseren eigenen Interessen zu folgen – zum Nachteil anderer. Solches Verhalten ist das größte Hindernis für die Verwirklichung von Gerechtigkeit und Gleichheit. Heutzutage beschweren sich viele Menschen über den allgemeinen Verfall von Ethik und Moral in der Welt und führen die unzähligen Probleme, die wir derzeit haben, darauf zurück.
XIV. Dalai Lama
Feedback vs Wertschätzung
9. November 2007
Feedback ist ein klassisches Managementtool, das dem Empfänger einen Spiegel vorhält und dieser seine Wirkung reflektieren kann. Praktiziert wird Feedback in vielen Varianten, Top-down und Bottom-up usw. [Aus meiner Sicht müssen Feedbackgeber und Feedbackempfänger gleichermaßen im Umgang mit dieser Methode und ihren Regeln geschult sein, da unqualifiziertes Feedback verheerende Folgen haben kann.] Hier wird der Unterschied zwischen Managen und Führen sehr deutlich.
Bewerten aus der Sicht eines Führenden hat einen völlig anderen Aspekt. Der Führungsperson liegt daran, Menschen zu gewinnen, indem er ihnen Wert gibt. Das kann in der Tat nie temporär erfolgen, sondern ist ein andauernder Vorgang, ein ständiges Investieren. Während Feedback emotionsfrei erfolgen muss, ist Bewerten im Sinne von Wertschätzen das ganzheitliche Werben um Mitarbeiter. Nur so kann Begeisterung und Motivation entstehen.
© Martin Haase
Der Wert einer offenen Vertrauenskultur
23. Oktober 2007
Viele Organisationen sind heute noch durch eine sogenannte Misstrauenskultur, oder sagen wir lieber Kontrollkultur geprägt, die im Grunde genommen als selbstverständlich betrachtet wird. Sie basiert auf dem traditionellen Führungsverständnis und dem zugrunde liegenden Maschinenbild vom Unternehmen und den darin arbeitenden Mitarbeitern als funktionierende Rädchen.
Vertrauen ist eine Risiko behaftete Vorleistung, gewissermaßen ein Vorschuss in Erwartung späterer günstiger Ergebnisse. Wenn jemand Vertrauen in ein gemeinsames Ziel oder andere Personen hat, dann bringt das innerhalb einer Gruppe oder Organisation erhebliche Vorteile: Die Kommunikation läuft leichter, problemloser. Eine größere Offenheit sorgt für mehr Ehrlichkeit; die häufig anzutreffende Filterfunktion wird reduziert. Die Bereitwilligkeit steigt, Informationen schneller und freiwillig zu geben. Gleichzeitig nehmen Kreativität, Lernbereitschaft und Toleranz gegenüber unkonventionellen Ideen zu.
Diese Veränderungen reduzieren, beziehungsweise vermeiden Kosten, indem sie den internen und externen Steuerungs- und Kontrollaufwand auf ein Minimum beschränken. Alles in allem scheint es sicher zu sein, dass die Transaktionskosten durch Vertrauen gesenkt werden. Lesen Sie weiter







