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Postmodern - was ist das überhaupt?

12. September 2008

Man hat unsere Gesellschaft als postmoderne Gesellschaft bezeichnet. Der Begriff „post-modern“ wird seit anfangs der achtziger Jahre zunehmend als Charakterisierung unserer Gesellschaft gebraucht, ist aber weiterhin sehr schillernd und vieldeutig geblieben. Es ist nicht klar, ob die Postmoderne eine Epoche Lesen Sie weiter

Employee-Value: Mein psychologisch gefühlter Arbeitskontrakt

4. Dezember 2007

“Helfen will ich! Nicht Apparatemedizin.” – “Sie haben mir gesagt, ich bekäme weniger Gehalt als woanders, dafür wäre ich unkündbar und bekäme Rente. Alles Makulatur?” Wir alle haben in unserer Seele etwas gefühlt, als wir einen Beruf ergriffen oder eine Arbeitsstelle antraten. Das will ich hier den impliziten psychologischen Kontrakt nennen, den wir eingingen. Den kündigen uns gerade die Systeme und bieten uns keinen neuen an. Lesen Sie weiter

Martin Luther über die Würde des Elternamtes

31. Oktober 2007

Es fließet auch aus der Familie alle gute Sitte und gut Regiment. Denn wo in Häusern Gehorsam nicht gehalten wird, wird man es nimmermehr dahin bringen, dass eine ganze Stadt, Land, Fürstentum oder Königreich wohl regieret werde. Denn in dem Hause ist das erste Regiment, davon alle anderen Regimente und Herrschaften ihren Ursprung haben. Wo nun die Wurzel nicht gut ist, da kann weder Stamm, noch gute Frucht folgen. Lesen Sie weiter

Der psychotherapeutische Ansatz - eine Führungsfalle?

7. Juli 2006

Vor einiger Zeit berichtete ein Vorstand von einer kontinuierlichen Regression einer Organisationseinheit innerhalb seines Unternehmens. Vor anderthalb Jahren war der damalige Leiter der OE in den Ruhestand gegangen, er hinterließ eine gut strukturierte und erfolgreich arbeitende Abteilung. Sein Nachfolger wurde besonders wegen seiner angeblich sozialen Kompetenz, die man auch an seiner psychotherapeutischen Zusatzqualifikation festmachte, auf diese Position befördert. Innerhalb weniger Monate entstand eine chaotische Führungsstruktur, Misstrauen unter den Angestellten breitete sich aus, Zusagen wurden gebrochen, der Leiter der OE galt als unverbindlich und unzuverlässig.
Ähnlich äußerte sich ein führendes Mitglied des Rates der evangelischen Kirche, das den Profilverlust der EKD unter anderem an der Überbewertung psychotherapeutischer Einflüsse in der Ausbildung und Berufspraxis von Pastoren und Pastorinnen, insbesondere auf Leitungsebene, festmacht. Lesen Sie weiter

Voltaire bis Dutschke: Woran orientiert sich eine Gesellschaft ohne Werte und Normen?

19. März 2006

Ziel der Aufklärung war ein gesellschaftlicher Emanzipationsprozess, der traditionelle, auf Frömmigkeit beruhende, autoritäre Geisteshaltungen kritisch zu hinterfragen hatte, um einer ernüchterten Kultur der Vernunft Vorschub zu leisten. Der aufgeklärte Mensch soll nicht mehr den Vorgaben der Obrigkeiten oder von Mode und Zeitgeist vertrauen, sondern nach der Definition von Immanuel Kant aus „seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“ ausgehen und sein Leben selbst bestimmt in die Hand nehmen.

Der wichtigste Grundsatz der Aufklärung besagte, dass die Vernunft imstande sei, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Die 68er-Bewegung, protestierte seit Mitte der 1960er Jahre gegen die überkommenen kulturellen, politischen und sozialen Verhältnisse und Normen (Establishment). Die Bewegung fasste weltweite Strömungen zusammen und war deutlich studentisch. In Wechselwirkung mit der 68er-Bewegung standen weiterhin die Flower-Power-Bewegung und die Sexuelle Revolution. Gegenwärtig präsentiert sich unsere Gesellschaft anscheinend orientierungslos, instabil und überwiegend materialistisch ausgerichtet. Gleichzeitig ertönt in den Medien der Ruf nach Rückbesinnung auf verlässliche Normen und Werte. Welcher (Werte-)Wandel ist zu erwarten?

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