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Auftakt des Alumniportals Deutschland

11. September 2008

Junge Menschen, insbesondere aus Entwicklungsländern, die in Deutschland studiert, sich weitergebildet oder einen Deutschkurs absolviert haben, sind begehrte Ansprechpartner für die Wirtschaft, die auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und die Entwicklungszusammenarbeit. Diese untereinander und dauerhaft mit deutschen Institutionen zu vernetzen, ist Ziel des Alumniportals-Deutschland, das heute von Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul gemeinsam mit den Geschäftsführern von InWEnt und DAAD, Bernd Schleich und Dr. Christian Bode, offiziell eröffnet wurde.

Auf Knopfdruck erhielten 15.000 Deutschland-Alumni im anglophonen Subsahara-Afrika eine Einladung zum Alumniportal. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sagte zur Eröffnung des Portals: “Noch nie hat es auf der Welt so viele junge Menschen gegeben: Weltweit leben drei Milliarden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, der Großteil davon in Entwicklungsländern. Das Alumniportal Deutschland bietet qualifizierten jungen Leuten die Chance, ihr Wissen und ihre Erfahrung aus Deutschland einzubringen. Es bietet Deutschkurse, E-Learning zu verschiedenen Fachgebieten, eine internationale Jobbörse und vor allem Kontakt zu deutschen Institutionen und Unternehmen. Das ist modernes Netzwerken, das die Entwicklungsländer an der Wissensgesellschaft teilhaben lässt.”

Allein die beteiligten Organisationen InWEnt, DAAD, AGEF, ZAV und Goethe-Institut betreuen pro Jahr circa 230.000 Menschen, die in Deutschland studiert, sich weitergebildet oder einen Deutschkurs absolviert haben. Deutschland-Alumni sind hochqualifiziert und viele befinden sich in ihren Heimatländern in Schlüsselpositionen von Wirtschaft, Verwaltung oder Zivilgesellschaft. Deutschland-Alumni stehen für Kompetenz “trained in Germany”. Sie sprechen Deutsch, kennen Deutschland und ihr eigenes Land.

Begleitend zum Alumniportal Deutschland finden weltweit Alumni-Messen zur Vernetzung und dem fachlichen Austausch der Alumni statt. Die Nutzung des Alumniportals Deutschland ist kostenlos.

Das Alumniportal Deutschland wird finanziert vom Bundesentwicklungsministerium und getragen von fünf Institutionen mit langjähriger Erfahrung in der internationalen Zusammenarbeit: InWEnt, DAAD, Goethe-Institut, ZAV und AGEF.

Buch der Bildungsrepublik geht auf Reisen

5. September 2008

Das “Buch der Bildungsrepublik” geht auf Reisen quer durch Deutschland. Am Freitag hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan das Buch im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf seine Tour durch 16 Städte und Regionen geschickt. “Wir wollen Bildungsgeschichten zeigen. Das Buch soll ein Symbol des Aufbruchs sein, dass Erfolgsgeschichten und Bildungserlebnisse aus ganz Deutschland im Text festhält”, sagte Schavan zum Start in Berlin. “Gleichzeitig wollen wir mit den gesammelten Bildungsgeschichten all jenen Mut machen, die Aufstieg durch Bildung für sich nutzen wollen.” Betriebe, Ausbildungszentren, Unternehmen, Verbände und Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, ihre Projekte vorzustellen und zu zeigen, wie sie beispielsweise Jugendlichen mit Migrationshintergrund helfen, sich für einen Ausbildungsplatz zu qualifizieren oder wie sie die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern.

Das Buch der Bildungsrepublik startet ab heute seine Tour durch alle 16 Bundesländer, um Geschichten und Beiträge zum Thema Bildung zu sammeln. Dabei sollen Projekte und Ideen aus allen Bildungsbereichen vorgestellt werden – von der frühkindlichen Bildung über die berufliche und akademische Ausbildung bis zur Weiterbildung. Das Buch begleitet die Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung. Unter dem Motto “Aufstieg durch Bildung” hat die Bundesregierung die Weichen für mehr und bessere Bildung gestellt. “Bildung und Qualifizierung können den eigenen Lebensweg entscheidend beeinflussen. Sie sind der Schlüssel für individuelle Lebenschancen und öffnen uns Türen zur gesellschaftlichen Teilhabe”, betonte Schavan. “Ich wünsche dem Buch der Bildungsrepublik eine interessante Reise und hoffe, dass wir zahlreiche Menschen bewegen können, uns ihre persönlichen Bildungserlebnisse zu schildern.”

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.aufstieg-durch-bildung.info/

‘Leading Simple’ - geniales System oder nur ein Plagiat?

2. Januar 2008

‘Führen kann so einfach sein’, lautet das Credo eines neuen Managementbuches der Autoren Boris Grundl und Bodo Schäfer. Auf der Grundl-Homepage wird es als ‘geniales System’ angepriesen. Genau genommen, handelt es sich um ein CD-Hörbuch und ein beigelegtes Handbuch. Das ganze läuft unter dem Titel ‘Leading Simple’, erschienen 2007 im GABAL-Verlag, Offenbach.

Täglich erscheinen Managementbücher, zumeist solche, die nicht nur den Erfolg, sondern Megasucces und Quantensprünge versprechen. Vollmundigkeit gehört zum Business as usual. Aber dieses Buch verdient eine gewisse Aufmerksamkeit, denn ‘Europas Money-Coach Nr. 1′, Bodo Schäfer, agiert als Führungsberater. Im Schlepptau hat er einen neuen Star, einen ‘Spitzenreferenten, der als Angehöriger der europäischen Trainerelite eine Ausnahmestellung einnimmt’ (Eigendarstellung der Autoren). Noch mehr Superlative gefällig?

Der Geldschamane Schäfer, angeblich schon mit 30 Jahren Millionär, brachte es mit seinem Buch ‘Der Weg zur finanziellen Freiheit’ zur Spitzenauflage von 10 Millionen Exemplaren. Darin gab der ehemalige Versicherungsvertreter preis, wie es jedermann in nur sieben Jahren vom Tellerwäscher zum Millionär schafft. Dass es anschließend eine Insolvenz und viel schmutzige Wäsche in der ‘Schäfer Finanzcoaching GmbH’ gab, sei hier nur am Rande erwähnt. Das hätte einem ‘Millionär’ und ‘Spitzenmanager’, als den Schäfer sich ausgibt, nicht passieren dürfen. Wer sich ins Glashaus setzt und den Scheinwerfer auf sich richtet, muss damit rechnen, dass andere mit Steinen werfen, vor allem jene, die noch immer auf die Segnungen seines Millionärsrezepts warten.

Der andere Autor, Boris Grundl, ist eigentlich ein No-Name in der Branche der Businessgurus und Illusionsverbreiter, aber einer, der mit aufdringlicher Selbstbeweihräucherung versucht, sich als Marke zu etablieren.

Seine Behinderung stellt er werbewirksam heraus, sozusagen als Beweis, dass alles möglich ist, wenn man nur will. Solche psycholiberalen Prophezeiungen kennt man von Höller und Rathelband sowie anderen Think positiv-Einflüsterern. Grundl ist, so seine Eigendarstellung, ein “mitreißender Kongress-Redner”, und das trotz seiner eher mittelmäßigen Rhetorik, sowie “ein gefragter Autor und Gastdozent an mehreren Universitäten” (in Anführungszeichen = Eigenaussagen). Auf den Rezensenten macht er aber eher den Eindruck eines fleißigen Testomonialsammlers. Eigenlob + erheischtes Fremdlob, und mit Bodo Schäfer als Karrierecoach, schon ist der neue Führungsguru perfekt. Das Erzählen seiner eigenen Lebens- und Erfolgsgeschichte wird dann noch als ein ‘genial einfaches’ Führungssystem ausgegeben.

Mitarbeiterführung ist nach Grundl und Schäfer etwas schnell und leicht Erlernbares, etwa so wie der Dreisatz in der Mathematik oder ein Gedicht. Reifung, Persönlichkeit und Lebenserfahrung haben in ihrem Führungsmodell keinen Platz. Die Wechselwirkung von Person und Umfeld, der interaktive Gesamtzusammenhang bleibt ausgeklammert. Es kommt bei der Mitarbeiterführung vielmehr auf diese drei Aspekte an, bei den Autoren auch als Säulen erfolgreicher Führung bezeichnet:

* Aufgaben
* Hilfsmittel
* Prinzipien.

Der sachkundige Leser stutzt und fragt sich, wo er das schon mal gelesen hat. Ach ja, bei Prof. Fredmund Malik, St. Gallen, einem wissenschaftlichen Meinungsführer der modernen Managementtheorie. In seinem Bestseller ‘Führen, Leisten, Leben’, in zehn Auflagen (!) erschienen, beschreibt er diese drei Säulen wirksamer Führung:

1. Aufgaben
2. Werkzeuge
3. Grundsätze

Man ersetze das Wort ‘Werkzeug’ (Malik) durch ‘Hilfsmittel’ (Schäfer/Grundl), den Begriff ‘Grundsätze’ (Malik) durch ‘Prinzipien’ (Schäfer/Grundl), übernehme das Wort ‘Aufgaben’ unverändert und fertig ist ein ‘neues Führungssystem’ à la Schäfer/Grundl. Aber es kommt noch dicker: Man werfe einen Blick auf das, was Malik unter anderem unter der Überschrift ‘Führungsaufgaben’ beschreibt:

* Menschen entwickeln und fördern,
* kontrollieren,
* Für Ziele sorgen,
* Organisieren.

Bei Schäfer und Grundl heißt es

1. Menschern fördern,
2. Kontrollieren
3. Den Unternehmenszweck erfüllen (bei Malik die Ziele),
3. Systeme schaffen (Organisieren?)

Das, was Malik ‘Werkzeuge’ nennt, ersetzt das Autorenduo Schäfer/Grundl durch ‘Hilfsmittel’. Hier übernehmen sie, ohne den Vater des Gedankens zu nennen, Maliks Gliederungspunkte ‘Job Design’ und ‘Budget’, zwei Punkte, die sich vor Malik in keinem Führungsbuch befanden.

Bei den Grundsätzen langen Schäfer und Grundl so richtig zu. Unter dem Begriff ‘Prinzipien’ plagiieren sie von Malik diese Punkte:

* Resultatorientierung (bei Schäfer/Grundl ‘Ergebnisorientierung’),
* Stärken nutzen (bei Schäfer/Grundl ‘Konzentration auf Stärken’),
* Positiv denken (bei Schäfer/Grundl ‘Positives Betriebsklima’)
* Vertrauen (bei Schäfer/Grundl ‘Vertrauen aufbauen’)

Fredmund Malik könnte sich freuen, dass sein Buch in grafisch aufgelockerter Form, mit weit auseinander gezogenem Text, in Tabellen gegossen, mit vielen Checklisten ausgestattet und jeder Menge Notizraum und Leerblättern für Eigennotizen nebst plakativen Hervorhebungen regelrecht ‘inszeniert’ wurde. Das Ganze dann noch durch eine CD angereichert, auf der Grundl berichtet, wie er es mit seinem (oder Maliks?) System zum Spitzenmanager brachte, aber vorsorglich die Firmen nicht nennt.

Denkbar wäre aber auch, dass der Hochschullehrer Malik die Missachtung der Zitationsordnung rügt. Die Übernahme fremder Gedanken kennzeichnet man korrekterweise durch ein ‘Vgl. F. Malik: ….’ in der Fußnote oder nennt den Ursprungsautor im Text. Alles andere führt bei Studenten zur Note 5. Da der Name Malik an keiner Stelle des Buches und in keiner Fußnote erwähnt wird, haftet ‘Leading Simple’ der üble Geruch des konzeptionellen Plagiats an. Der sachkundige Leser sieht Maliks ‘Führen, leisten, leben’ auf vielen Buchseiten wie ein Wasserzeichen durchschimmern.

Theodor Fontane beklagte sich im ‘Stechlin’ über jene neuen Bücher, die aus fünf vorhandenen zusammen geschrieben wurde. Beim Zweigespann Schäfer/Grundl genügt Maliks Buch allein, das ausgedünnt und mit einer Erzählstory auf CD angereichert, kaum auf dem Markt schon als Bestseller propagiert wird. Fazit: Leading Simple ist der misslungene Versuch Malik zu vereinfachen. Diese Simplifizierung ist aber so stark, dass nur ein sehr simples Buch dabei heraus gekommen ist. Der interessierte Leser ist mit dem Original von Malik besser bedient.

© Prof. Dr. Walter Simon

Dirigieren allein reicht nicht

8. Oktober 2007

Richtig managen: Wie machen es die deutschen Spitzenmanager?
Die Frage nach dem „richtigen” Management ist heute so aktuell wie nie zuvor. Welche Tugenden und welche Werte kennzeichnen erfolgreiches Management? Welche Prinzipien und welche Leitbilder haben die Spitzenmanager verinnerlicht? Welchen Führungsstil praktizieren sie? Und last but not least: Was ist charakteristisch für ihren Verhaltenskodex? Ein Hohenheimer Soziologe sprach mit der deutschen Managementelite und gibt Antworten auf diese Fragen. Lesen Sie weiter

 
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Deutschland-TrendBuch

7. Juni 2001

Welche Entwicklungen prägten die Bundesrepublik Deutschland? In welche Richtung treibt das wiedervereinigte Deutschland? Welche Trends sind erkennbar? Welche politischen Handlungsoptionen ergeben sich daraus? Das Deutschland-TrendBuch spürt den gesellschaftlichen, wohlfahrtstaatlichen, politischen und kulturellen Aspekten der bundesrepublikanischen Wirklichkeiten nach. Die Trendanalysen von 24 ausgewiesenen Autoren identifizieren Problembereiche und entwickeln Lösungsansätze. Somit eröffnet das TrendBuch Diskussionen zur Zukunft Deutschlands. Lesen Sie weiter

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