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E-Learning eröffnet Berufsperspektiven trotz schwerer Behinderung

3. August 2009

Sinsheim (ddp direct) – Die Aussicht auf einen Arbeitsplatz und ein sinnerfülltes Berufsleben ist bei jungen Menschen mit körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen weit mehr als eine Frage des persönlichen Glücks. Gerade Schwerbehinderten eröffnet eine berufliche Qualifizierung oftmals die Chance, ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen und “dazu zu gehören”. Die wegen ihrer Behinderung benachteiligten Jugendlichen bei ihrer Ausbildung besonders zu fördern, lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Dies belegen zahlreiche Beispiele erfolgreicher beruflicher
Werdegänge, von denen gleichermaßen die Betroffenen wie auch die beschäftigenden Unternehmen profitieren. Nicht zuletzt rechnet sich die Berufsausbildung auch für die öffentliche Hand, macht doch ein persönliches Einkommen aus Leistungsempfängern regelmäßige Beitragszahler.

Mit seinem vielfältigen Angebot zur beruflichen Vorbereitung, Ausbildung und Integration hat sich das Berufsbildungswerk(BBW)in Neckargemünd bei Heidelberg bundesweit als Anlaufstelle für besondes förderungsbedürftige Jugendliche etabliert. Rund 600 außerbetriebliche Ausbildungsstellen in 35 Berufen stellt die Einrichtung, die zum Bildungs- und Gesundheitskonzern SRH gehört, bereit. Schon vor zehn Jahren schlugen die Verantwortlichen in Neckargemünd ungewöhnliche berufspädagogische Wege ein. Anlass war, dass es immer wieder Fälle gab,in denen an der Ausbildung interessierte Jugendliche aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschränkungen ihr häusliches Wohnumfeld nicht verlassen wollten. Um auch diesen schwerbehinderten jungen Menschen den Zugang zu einer Berufsausbildung zu ebnen, wurde die so genannte Virtuelle Berufsausbildung unter Einsatz von Internet und Multimedia-Anwendungen entwickelt.

Zu den durchschnittlich zwölf Teilnehmern, die jährlich in einen E-Learning-Ausbildungsgang aufgenommen werden, gehört beispielsweise ein heute 21-Jähriger aus einer Gemeinde bei Landau. Seit einem Badeunfall im Sommer 2006 ist der junge Pfälzer vom Hals abwärts querschnittsgelähmt. Dank der Hilfe seiner Familie und der abwechselnden Unterstützung von zwei Assistentinnen sowie Therapeuten, die ihn zu Hause ambulant behandeln, hat der junge Mann heute seinen Alltag gut im Griff. So konnte er im September 2008 eine dreijährige Virtuelle Ausbildung zum Bürokaufmann beginnen. Wie 36 weitere Auszubildende, die sich derzeit über diesen Weg auf eine zentrale Abschlussprüfung in kaufmännischen Berufen vorbereiten, loggt er sich montags bis freitags pünktlich zum Schulbeginn in die Virtuelle Berufsschule und in einen Virtuellen Ausbildungsbetrieb ein. Unter Anleitung speziell ausgebildeter Teleteachers wird der Stoff in jedem Fach innerhalb von 60-minütigen Online-Konferenzen interaktiv durchgearbeitet.

“Zu den Anforderungen, die wir an unsere Teilnehmer stellen, gehört eine gewisse Medienkompetenz und Technikverständnis, vor allem aber Motivation, Eigenverantwortung und Zuverlässigkeit. Gerade die Teilnehmer an unserem E-Learning-Programm bringen üblicherweise eine hohe Bereitschaft für selbständiges Arbeiten mit und können ihre Zeit kompetent planen”, erläutert der Schulleiter des Virtuellen Berufsbildungswerks, Manfred Weiser. Vom besonderen Engagement der E-Learning-Teilnehmer zeugen auch deren überdurchschnittlichen Abschlussnoten. Doch wie sehen nach der Prüfung die Einstiegschancen ins Berufsleben aus?

“Äußerst positiv, denn hierbei kommen insbesondere die wachsenden Einsatzchancen von Telearbeit zum Tragen”, erklärt Jörg Porath, Geschäftsführer des Berufsbildungswerks Neckargemünd, “Mehr als zwei Drittel unserer bisherigen Absolventen konnten die Ausbildung als “Sprungbrett” in ein sinnerfülltes Arbeitsleben nutzen. Wir werden deshalb ab Herbst 2009 vier weitere Berufe als E-Learning-Ausbildung anbieten, darunter den des Technischen Zeichners.”

Praktikum in London – völlig kostenlos!

10. Juli 2009

Auf Grund der Wirtschaftskrise haben immer mehr Hochschulabsolventen massive Probleme sich einen der heißbegehrten Plätze am Arbeitsmarkt zu sichern. KulturLife gemeinnützige Gesellschaft für Kulturaustausch mbH aus Kiel bietet Uni und FH Absolventen die Möglichkeit praktische Auslandserfahrung in der Weltmetropole London zu sammeln.

In Zusammenarbeit mit TwinUK entwickelte KulturLife ein Konzept, dass sich an Bachelor und Master der Fachrichtungen BWL und VWL richtet. Das angebotene Programm dauert 20 Wochen und setzt sich aus einem vierwöchigen Sprachkurs für Fortgeschrittene und einem sechzehnwöchigen Praktikum zusammen. Beides findet im Großraum London statt.

Nach einer erfolgreichen Bewerbung bei KulturLife werden sich die Teilnehmer aus ganz Deutschland am 22.08.2009 oder am 09.01.2010 am Flughafen Hamburg treffen, wo sie vor Ihrem Abflug an einem Vorbereitungsseminar teilnehmen. Dort erfahren sie auch in welchem Unternehmen sie ihr Praktikum absolvieren werden.

In London angekommen erwartet die Teilnehmer zunächst ein Sprachkurs, der sie auf den Berufsalltag vorbereiten soll. Untergebracht werden alle Teilnehmer in Einzelzimmern in Studentenwohnheimen und erhalten zudem eine Verpflegungspauschale, sowie ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr. Nach dem “language training” geht es dann auch schon direkt ins Londoner Berufsleben. Das Praktikum wird mit 250 Pfund pro Monat vergütet.

Da das Programm von der EU gefördert wird, entstehen den Absolventen keine direkten Kosten, wie z.B. Flug, Unterkunft, Verpflegung oder Vermittlung, sondern lediglich die Kosten des persönlichen Bedarfs. Alle die sich für dieses Programm interessieren bekommen weitere Informationen bei Frau Brassel unter der Tel. 0431- 8881417 oder im Internet unter www.kultur-life.de. Die Bewerbung läuft – also schnell Plätze sichern!

KulturLife ist eine gemeinnützige Gesellschaft für Kulturaustausch mit über zehn Jahren Erfahrung, die Auslandsaufenthalte für junge Menschen von der Vorbereitung (Orientierungsseminar) über den Flug und Aufenthalt bis hin zur Nachbereitung komplett organisiert. Neben Praktika und Jobs vermittelt KulturLife auch Sprachreisen, Familienaufenthalte und High School Programme.

Auftakt des Alumniportals Deutschland

11. September 2008

Junge Menschen, insbesondere aus Entwicklungsländern, die in Deutschland studiert, sich weitergebildet oder einen Deutschkurs absolviert haben, sind begehrte Ansprechpartner für die Wirtschaft, die auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und die Entwicklungszusammenarbeit. Diese untereinander und dauerhaft mit deutschen Institutionen zu vernetzen, ist Ziel des Alumniportals-Deutschland, das heute von Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul gemeinsam mit den Geschäftsführern von InWEnt und DAAD, Bernd Schleich und Dr. Christian Bode, offiziell eröffnet wurde.

Auf Knopfdruck erhielten 15.000 Deutschland-Alumni im anglophonen Subsahara-Afrika eine Einladung zum Alumniportal. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sagte zur Eröffnung des Portals: “Noch nie hat es auf der Welt so viele junge Menschen gegeben: Weltweit leben drei Milliarden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, der Großteil davon in Entwicklungsländern. Das Alumniportal Deutschland bietet qualifizierten jungen Leuten die Chance, ihr Wissen und ihre Erfahrung aus Deutschland einzubringen. Es bietet Deutschkurse, E-Learning zu verschiedenen Fachgebieten, eine internationale Jobbörse und vor allem Kontakt zu deutschen Institutionen und Unternehmen. Das ist modernes Netzwerken, das die Entwicklungsländer an der Wissensgesellschaft teilhaben lässt.”

Allein die beteiligten Organisationen InWEnt, DAAD, AGEF, ZAV und Goethe-Institut betreuen pro Jahr circa 230.000 Menschen, die in Deutschland studiert, sich weitergebildet oder einen Deutschkurs absolviert haben. Deutschland-Alumni sind hochqualifiziert und viele befinden sich in ihren Heimatländern in Schlüsselpositionen von Wirtschaft, Verwaltung oder Zivilgesellschaft. Deutschland-Alumni stehen für Kompetenz “trained in Germany”. Sie sprechen Deutsch, kennen Deutschland und ihr eigenes Land.

Begleitend zum Alumniportal Deutschland finden weltweit Alumni-Messen zur Vernetzung und dem fachlichen Austausch der Alumni statt. Die Nutzung des Alumniportals Deutschland ist kostenlos.

Das Alumniportal Deutschland wird finanziert vom Bundesentwicklungsministerium und getragen von fünf Institutionen mit langjähriger Erfahrung in der internationalen Zusammenarbeit: InWEnt, DAAD, Goethe-Institut, ZAV und AGEF.

Buch der Bildungsrepublik geht auf Reisen

5. September 2008

Das “Buch der Bildungsrepublik” geht auf Reisen quer durch Deutschland. Am Freitag hat Bundesbildungsministerin Annette Schavan das Buch im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf seine Tour durch 16 Städte und Regionen geschickt. “Wir wollen Bildungsgeschichten zeigen. Das Buch soll ein Symbol des Aufbruchs sein, dass Erfolgsgeschichten und Bildungserlebnisse aus ganz Deutschland im Text festhält”, sagte Schavan zum Start in Berlin. “Gleichzeitig wollen wir mit den gesammelten Bildungsgeschichten all jenen Mut machen, die Aufstieg durch Bildung für sich nutzen wollen.” Betriebe, Ausbildungszentren, Unternehmen, Verbände und Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, ihre Projekte vorzustellen und zu zeigen, wie sie beispielsweise Jugendlichen mit Migrationshintergrund helfen, sich für einen Ausbildungsplatz zu qualifizieren oder wie sie die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern.

Das Buch der Bildungsrepublik startet ab heute seine Tour durch alle 16 Bundesländer, um Geschichten und Beiträge zum Thema Bildung zu sammeln. Dabei sollen Projekte und Ideen aus allen Bildungsbereichen vorgestellt werden – von der frühkindlichen Bildung über die berufliche und akademische Ausbildung bis zur Weiterbildung. Das Buch begleitet die Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung. Unter dem Motto “Aufstieg durch Bildung” hat die Bundesregierung die Weichen für mehr und bessere Bildung gestellt. “Bildung und Qualifizierung können den eigenen Lebensweg entscheidend beeinflussen. Sie sind der Schlüssel für individuelle Lebenschancen und öffnen uns Türen zur gesellschaftlichen Teilhabe”, betonte Schavan. “Ich wünsche dem Buch der Bildungsrepublik eine interessante Reise und hoffe, dass wir zahlreiche Menschen bewegen können, uns ihre persönlichen Bildungserlebnisse zu schildern.”

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.aufstieg-durch-bildung.info/

Schavan: “Abwärtstrend bei den Studienanfängern ist gestoppt”

29. Juli 2008

Bundesbildungsministerin Annette Schavan sagte am Dienstag in Bonn: “Der Abwärtstrend bei der Entwicklung der Studienanfängerzahlen ist gestoppt. Seit 2007 haben endlich wieder mehr junge Menschen ein Studium aufgenommen als im Jahr zuvor. Damit zeigt der Hochschulpakt erste Wirkung. Wir rechnen auch künftig mit steigenden Zahlen bei den Studierenden. Die Zahlen zeigen aber auch, dass noch erhebliche Anstrengungen der Länder und der Hochschulen erforderlich sind, um die angestrebte Zielmarke zu erreichen. Deshalb muss der Hochschulpakt konsequent fortgeführt werden. Die Bundesregierung setzt hier wesentliche Maßstäbe. Zum Wintersemester 2008/2009 wird es eine deutliche Anhebung der BAföG-Sätze geben. Damit schaffen wir wesentliche Verbesserungen und erleichtern die Entscheidung für ein Studium.”

Schavan verwies zudem auf zwei aktuelle Studien des Hochschul-Informations-Systems (HIS) zu Studierenden in Deutschland: “Die Arbeitslosenquote ist mit etwa drei Prozent bei Universitäts- und zwei Prozent bei Fachhochschulabsolventen sehr niedrig. Das zeigt: ein Studium lohnt sich! Die besten Chancen auf einen Arbeitsplatz haben Hochschulabsolventen. Auch Studiengebühren spielen nur eine untergeordnete Rolle bei der Wahl des Hochschulortes oder Studienfaches.”

Die Ministerin betonte, dass es mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem geben müsse: “Mit unseren Aufstiegsstipendien wollen wir besonders qualifizierten Berufstätigen einen Anreiz bieten, ein Hochschulstudium aufzunehmen. Damit erhöhen wir die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Ausbildung und verbessern die Aufstiegschancen.”

In Führung investieren

29. November 2007

Angehende Führungstalente sind darauf angewiesen, dass sie gefördert werden. Der Siemens-Konzern etwa gibt nach eigenen Angaben 150 Millionen Euro im Jahr für die interne Weiterbildung seiner Führungskräfte aus. Mit dem Konzept “Top Talents” sollen Talente frühzeitig erkannt und entwickelt werden. Rund 300 Schlüsselfunktionen hat das Unternehmen weltweit, etwa 2000 Anwärter sichtet der Zentralvorstand einmal im Jahr persönlich. Um in den erlauchten Kreis aufgenommen zu werden, müssen außerordentliche Leistungen erbracht werden und weiterführendes Potential sichtbar sein. Auch bei der Commerzbank wird das Potential von jedem Angestellten regelmäßig überprüft. 2500 Führungspositionen gibt es in dem Unternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Um eine von ihnen einzunehmen, muss jeder Kandidat Auswahlverfahren durchlaufen.

Akkreditierung der Bachelor- und Masterstudiengänge erfolgreich abgeschlossen

15. November 2007

Die Theologische Hochschule Friedensau hat den Akkreditierungsprozess ihrer Bachelor- und Masterstudiengänge erfolgreich abgeschlossen. Die Friedensauer Hochschule ist damit die erste Hochschule in Sachsen-Anhalt, die die endgültige Anerkennung all ihrer Studiengänge nach dem Bologna-Prozess erlangt hat. Mit dem Prozess streben die Hochschulen seit 1999 eine internationale Vergleichbarkeit der Lehre nach europäischen Standards an.

„Das abgeschlossene Akkreditierungsverfahren der zwei Bachelor- und vier Masterstudiengänge nach dem Bologna-Modell bestätigt die Qualität der Studiengänge“, erklärte Prof. Johann Gerhardt, M.Div., D.Min., Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau. „Die Masterstudiengänge wurden als überwiegend forschungsorientiert eingestuft, was das Profil als wissenschaftliche Hochschule bekräftigt.“

Der endgültigen Anerkennung gingen umfangreiche Neustrukturierungsmaßnahmen der Studieninhalte und Gutachtervisitationen der Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen (AQAS) voraus, aufgrund dessen die Studiengänge im Jahr 2005 vorläufig anerkannt wurden. Die von AQAS auferlegten Modifikationen in der Studiengangsgestaltung wurden zwischenzeitlich von der Hochschule erfüllt, was zur endgültigen Akkreditierung führte.

Studierende im Fachbereich Christliches Sozialwesen haben nun nach einem dreijährigen Grundlagenstudium zum „Bachelor of Arts in Social Work“ die Möglichkeit, zwischen verschiedenen jeweils zweijährigen Masterstudiengängen zu wählen. Der Studiengang „International Social Science“ konzentriert sich auf das Berufsbild eines international tätigen Sozial- und Projektmanagers einer humanitären Hilfsorganisation. Mit dem „Master of Arts in Counseling“ wird eine universitäre Ausbildung für Ehe-, Familien- und Lebensberatung angeboten. Der Studiengang „Master of Arts in Social Work“ bietet eine Vertiefung der Sozialen Arbeit in Wissenschaft und Forschung sowie Qualifikationen in den Bereichen Führung, Anleitung und Beratung.
Im Fachbereich Theologie bietet die Hochschule ein sechssemestriges Grundlagenstudium mit dem Abschluss „Bachelor of Arts in Theology“ an, das die alten Sprachen und exegetische Methoden vermittelt und in das theologische Denken einführt. Dem schließt sich das Studium zum „Master of Arts in Theology“ an. In vier Studiensemestern werden Qualifikationen in den Bereichen Bibelwissenschaft, Kirchengeschichte, Dogmatik, Ethik, Seelsorge, Predigt und Gemeindeaufbau erlangt.

An der 1899 gegründeten Theologischen Hochschule Friedensau studieren derzeit 151 Studenten aus über zwanzig Ländern.

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