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Situative Führung

24. April 2008

Führung bedeutet vielerlei: Geduldiges, meist nicht sonderlich reizvolles Schmieden von Bündnissen. Zielstrebiges Anstiften von Intrigen, die dann hoffentlich tief im Inneren des Unternehmens zu dem gewünschten Gärungsprozess führen. Sorgfältiges Einstimmen der Institution auf neue Schwerpunkte mit Hilfe der prosaischen Sprache der Managementsysteme. Ändern von Aufgabenkatalogen, damit neue Prioritäten genügend Aufmerksamkeit finden. Sich einschalten, wenn etwas schiefgeht, und sich heraushalten, wenn alles gut läuft. Ein loyales Führungsteam aufbauen, das mehr oder weniger mit einer Stimme spricht. Langes sorgfältiges Zuhören, häufiger ermutigender Zuspruch und glaubwürdiges Handeln, das den Worten Nachdruck verleiht. Hartes Durchgreifen, wenn nötig, gelegentlich auch unverbrämtes Ausüben von Macht.

(Auf der Suche nach Spitzenleistungen – Peters/Waterman jun.)

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