Pakistan: “Ein Rückschlag für die Demokratie”
28. Dezember 2007
Der Mord an Benazir Bhutto führt Pakistan in eine der schwersten politischen Krisen seit der Staatsgründung vor 60 Jahren. Im ganzen Land kam es bei Protesten gegen Bhuttos Ermordung zu Ausschreitungen. Mindestens 26 Menschen dürften dabei ums Leben gekommen sein, darunter ein Funktionär der Regierungspartei.
Am kommenden 8. Januar sollten die Pakistanis ein neues Parlament wählen. Es scheint aber zweifelhaft, dass so früh nach dem Mord eine neue Volksvertretung gewählt werden kann. Die Menschen trauern, sind entsetzt.
Bhutto verkörperte die größte Oppositionsgruppe des Landes, die pakistanische Volkspartei PPP. Die Regierung wird nun eine Untersuchungskommission mit einem Richter an der Spitze einsetzen, die die Drahtzieher des Mordes an Bhutto aufdecken soll. Sie geht davon aus, dass das Terrornetzwerk al-Qaida hinter dem Selbstmordanschlag auf die Oppositionspolitikerin steckt. Präsident Pervez Musharraf selbst bezeichnete das Attentat im Staatsfernsehen als „riesige nationale Tragödie.“ Allerdings geben viele Pakistanis ihm zumindest eine Mitschuld an dem Mordanschlag.
Bhutto wurde Freitag Nachmittag im Familienmausoleum im Ort Garhi Khuda Baksh neben ihrem Vater beigesetzt; er war 1979 in Pakistan hingerichtet worden. Hunderttausende Anhänger gaben Bhutto in der Provinz Sindh das letzte Geleit.Pakistan: „Ein Rückschlag für die Demokratie”
Der Mord an Benazir Bhutto führt Pakistan in eine der schwersten politischen Krisen seit der Staatsgründung vor 60 Jahren. Im ganzen Land kam es bei Protesten gegen Bhuttos Ermordung zu Ausschreitungen. Mindestens 26 Menschen dürften dabei ums Leben gekommen sein, darunter ein Funktionär der Regierungspartei.
Der Mord stürzt das Land in Ratlosigkeit, sagt im Gespräch mit Radio Vatikan der Bischof von Islamabad und Rawalpindi, Anthony Theodore Lobo:
„Ich weiß nicht genau, was jetzt geschehen wird, da Benazir Bhutto tot ist. Doch eines steht fest: Dieser Mord ist ein Rückschlag für die Demokratie. Denn Bhutto setzte sich dafür ein, dass aus Pakistan ein demokratisches Land wird, sie war gegen autoritäre Gesetze.“
Am kommenden 8. Januar sollten die Pakistanis ein neues Parlament wählen. Bischof Lobo glaubt nicht mehr an diesen Termin.
„Ich denke, es ist zu früh nach diesem Mord, jetzt eine neue Volksvertretung zu wählen. Die Menschen trauern, sind entsetzt. Ich bezweifle, dass die Wahlen zum vorgesehenen Datum stattfinden werden.“
Bhutto verkörperte die größte Oppositionsgruppe des Landes, die pakistanische Volkspartei PPP. Die Regierung wird nun eine Untersuchungskommission mit einem Richter an der Spitze einsetzen, die die Drahtzieher des Mordes an Bhutto aufdecken soll. Sie geht davon aus, dass das Terrornetzwerk al-Qaida hinter dem Selbstmordanschlag auf die Oppositionspolitikerin steckt. Präsident Pervez Musharraf selbst bezeichnete das Attentat im Staatsfernsehen als „riesige nationale Tragödie.“ Allerdings geben viele Pakistanis ihm zumindest eine Mitschuld an dem Mordanschlag.
Bhutto wurde Freitag Nachmittag im Familienmausoleum im Ort Garhi Khuda Baksh neben ihrem Vater beigesetzt; er war 1979 in Pakistan hingerichtet worden. Hunderttausende Anhänger gaben Bhutto in der Provinz Sindh das letzte Geleit.








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