Keine Umdeutung des Wahrheitsbegriffes
1. November 2007
Authentische Führung und persönliche Integrität zeichnen erfolgreiche Führer und Führerinnen aus. Sie dienen mit Hingabe und Glaubwürdigkeit ihren Auftraggebern und richten ihr Handeln an einem diffizilen Wertesystem aus. Dazu zählen unter anderem Gerechtigkeitsstreben, Vertrauenswürdigkeit, Zivilcourage und vor allen Dingen Wahrhaftigkeit.Der Umgang mit Wahrheit wird allerdings häufig durch die Inhaber von Machtpositionen eigennützig umgedeutet. Nun mag man über den Wahrheitsbegriff ins Philosophieren kommen und dabei feststellen, dass die Wahrheit als eine Art des Seins aufgefasst werden kann. Wenn wir etwas verstehen, sind wir auf eine gewisse Weise da. Die Wahrnehmung bestimmt unsere Verfassung selbst. Somit bin ich als Empfänger einer Botschaft derjenige, der ihren Wahrheitsgehalt erkennt und wertet.
So einfach geht es natürlich nicht und es bleibt neben der Wahrheit auch die Unwahrheit. Führungsverantwortliche verlieren ihre Würde, wenn sie in ihrer Führungskommunikation der Unwahrheit den Vortritt lassen. Integre Führer leben in dem Bewusstsein, dass sich ihre persönlichen Überzeugungen, Maßstäbe und Wertvorstellungen in ihrem Verhalten ausdrücken. Daher ist persönliche Integrität die Treue zu sich selbst.
Führer, die diesen Weg verlassen, sind entweder dumm oder korrumpierbar und lassen sich in ihrem Verhalten nicht von inneren Werten und Prinzipien, sondern von äußeren Drohungen und Verlockungen leiten.
© Martin Haase








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