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Hillary Clinton lächelt die Konkurrenz nieder

31. Oktober 2007

Die Kandidaten der US-Demokraten, die ins Weiße Haus wollen, schießen nicht mehr nur gegen die Republikaner. Auch die parteiinterne Konkurrenz ist nun voll erwacht. Bei der jüngsten TV-Debatte in Philadelphia versuchten die Herren Demokraten vor allem, sich gegen Hillary Clinton zu profilieren – ohne Erfolg. Wiederholt hatte Clinton ihren Herausforderer Barack Obama bei Fernsehdebatten an die Wand geredet, selbstbewusst und lächelnd, von den anderen so genannten Zwergen auf der Bühne, Richardson, Kucinich, Dodd, Biden zu schweigen. Sie bilden auch in Philadelphia die Komparserie mit Sprecherlaubnis, Stichwortgeber, Claqueure, sogar Beschützer der Dame.
Hillary Clinton hat sich offenbar auch mit körpersprachlichem Sparring auf die Konfrontation vorbereitet. Eingerahmt von Obama und Edwards wendet sie sich bei jeder Attacke ihrem Gegner zu und starrt ihn nieder. Nie gibt sie sich Blößen, die einst Al Gore im Streit mit George W. Bush Stimmen kosteten: kein Augenrollen, gereiztes Stöhnen oder Kopfschütteln. Von der ersten Frage an Obama, die seine Ankündigung, künftig härter mit der Favoritin umzugehen, zitiert, erwidert Hillary jeden Angriff mit Schlägen gegen Präsident Bush und die Republikaner. Dort stehen unsere Gegner, soll das heißen; wer mit bis zu 20 Prozentpunkten vor dem nächsten Mitbewerber führt, kann sich erhaben geben über die Niederungen des Politgeschäfts.
Noch 66 Tage bis zur Vorwahl in Iowa, kaum länger bis New Hampshire. Hillary redet längst wie die Nominierte ihrer Partei. Barack Obama sucht noch immer nach seinem Ton. Es wäre kein Wunder, wenn Leute in Chicago heute Abend zu Halloween schwören würden, sie sähen Obama mit einer Hillary-Maske.

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