So-what-Syndrom
31. August 2007
Wer seinem Leben niemals verantwortet Orientierung gab und nie einem Stern folgte, der dem Leben seine Richtung wies, der wird sich in Phasen, in denen er sich nicht ablenken kann, die Frage stellen, ob sich den das Leben gelohnt habe. Ein Leben, das ausgefüllt war mit dem Streben nach Geld, nach Einfluss, nach Anerkennung … etc., muss irgendwann einmal leer erscheinen. Die Frage: “Was soll denn alles das, was du tust?” und die Frage: “Das also soll es gewesen sein?” sind Sind die beiden wichtigsten Varianten des “So-what-Syndroms”. Solche Fragen stellen sich eindringlich und lassen sich nicht in irgendwie gearteten Vergessen zum Schweigen bringen.
Nur ein Mensch, der seinem Leben ein sittlich verantwortetes Ziel gesetzt hat, durch sein Tun und Lassen eigenes und fremdes Leben eher zu mehren als zu mindern, der sein Leben also unter die Maxime “Liebe das Leben!” stellte - ein solcher Mensch kann niemals desorientiert sein, auch wenn die Welt ihren Sinn verloren hat. Diese Orientierungslosigkeit ist in sofern ein Charaktermangel, als es jedem Menschen möglich ist, eine sittlich verantwortete Lebensorientierung zu finden und zu versuchen, sein Leben danach einzurichten. Dass zu belegen: Viele beruflich erfolgreiche Menschen leiden unter dem “So-what-Syndrom”. Auf eine oft nahezu zwanghafte Weise versuchen sie, im beruflichen Erfolg die Frage nach dem “So-what” zum Schweigen zu bringen.
(Charakter ist kein Handicap - Rupert Lay)








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