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Schulden ohne Grenzen

10. Dezember 2009

Schulden machen ist in. Die Konsumgesellschaft fordert uns auf zu kaufen, auch wenn wir es uns nicht leisten können. „Laut aktuellen Schätzungen sitzen die amerikanischen Verbraucher zur Zeit auf 915 Mrd. US-Dollar Kreditkartenschulden. Auf jedem Haushalt lastet damit eine Schuld von etwa 12.000 US-Dollar”.  Aber auch in Deutschland stehen wir nicht schlecht da. „Deutsche haben im Schnitt 8.078 Euro Schulden”, titelt die Welt in ihrer Onlineausgabe.

Manche machen sich keine Gedanken, kaufen, was das Zeug hält, und geraten schnell in den Teufelskreis von Verschuldung, Überschuldung und Verarmung. Hinzu kommt, dass viele durch die Finanzkrise unverschuldet in Schwierigkeiten kommen. „Experten gehen von drei bis vier Millionen überschuldeten Privathaushalten in Deutschland aus.” Auch der Staat lässt sich nicht lumpen. Seine Verschuldung ist seit der Finanzkrise drastisch angestiegen. Der Bund der Steuerzahler lässt auf seiner Homepage eine Schuldenuhr laufen: Gerade jetzt, beim Schreiben dieses Artikels, beträgt die Staatsverschuldung in Deutschland €1.595.800.222.770, das sind pro Kopf € 19.4474, und darin eingeschlossen sind auch Babys, Politiker, Arbeitslose und Rentner. Schulden machen gehört zum Alltag, beim Staat wie zu Hause.

(Von Roland Nickel aus DIALOG)

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